13.08.2025
Ein Sonntag im August, 5:30 Uhr: Eine Gruppe noch halb verschlafener Jugendliche trifft sich am Heidelberger Hauptbahnhof. Doch das frühe Aufstehen sollte sich lohnen. Der Plan für die nächsten vier Tage: eine Einführung ins Mehrseillängenklettern. Dank des nagelneuen Sektionsbusses genießen wir diesmal den Luxus, ganz ohne Verspätung und Umstiege Richtung Ehrwald zu düsen, mit dem netten Nebeneffekt, dass gewisse Leute die DB ausnahmsweise nicht verteidigen müssen.
Unser Ziel: die Coburger Hütte, welche jedoch nur durch einen schweißtreibenden Zustieg zu erreichen ist. Neben einer Pause mit Zugspitzblick sorgt der Dreh erster Hochkant-Kurzvideos unter der fleißigen Mithilfe unserer Jugendleiter für gute Unterhaltung. Nach einer schnellen Stärkung und Wiederholung der MSL-Techniken fallen wir- in freudiger Erwartung, diese anzuwenden- ins Bett. Um zu unserer ersten Mehrseillänge zu gelangen, müssen wir erstmal, wie echte Bergsteiger den Weg selbst suchen. Während die einen den Einstieg der Route suchen, suchen die anderen ihre Exen. Doch in keinem Fall ist Panik nötig, so finden wir beides. Wir steigen in Zweierseilschaften in die Tour ein, wogegen Sven und Marius wie geschickte Bergziegen um uns herumkraxeln und unsere erlernten Techniken immer wieder überprüfen. So meistern wir erfolgreich unsere teils erste MSL-Tour. Bei schönem Wetter entspannen wir auf dem Gipfel und verspeisen selbstgemachte Müsliriegel(krümmel). An einen direkten Abstieg ist nicht zu denken - die Frage ist nur: Welcher Gipfel wird noch erklommen? Die Entscheidung fällt auf den Vorderen Tajakopf. Wir gelangen mit nicht nur ein bisschen Qual und Beschwerden zum Gipfelkreuz, wo uns die Aussicht den Atem raubt.